Wechseljahre, Klimakterium oder Abänderung, es gibt viele Begriffe für den Zeitraum vor und nach der letzten Regelblutung einer Frau.

Beginnen wir bei der Einweihung

Es heisst, dass die matriarchalischen Kulturen des frühgeschichtlichen Indiens, Ägyptens und des mittleren Ostens bei Ihren Einweihungszeremonien Henna oder andere rote Pigmente benutzt haben mit denen die Füsse junger Mädchen auf der Schwelle zur Erwachsenenwelt rotgefärbt wurden.

Die rote Farbe symbolisierte das Blut der ersten Menstruation und damit die Fähigkeit der jungen Frau, neues Leben zu empfangen und auszutragen. Die Zeremonie feierte die weitreichende Bedeutung der weiblichen Blutungen in all ihren Ausdrucksformen, das Blut der Menstruation, der Geburt und Fehlgeburt fliesst den Füssen der Frau, die dieses Reifestadium erlangt hat, entgegen.

Quellenangabe: Die Wolfsfrau Clarissa Pinkola Estés Seiten 285/286

Die Weigerung sich dem Zyklus von Werden, Vergehen und Neuwerden zu stellen

 

Ich befasste mich schon einige Zeit vor den Wechseljahren mit meiner Abänderung. Mein Wunsch war es diesen Übergang harmonisch zu gestalten und bewusst zu leben. Dafür zog ich eine Kinesiologin hinzu.

Von Frauen, die diese Phase bereits gemeistert hatten, wurde ich mit vielen Ängsten und Unwissen konfrontiert.

Eine Frau fühlte sich nicht mehr attraktiv. Sie hatte sich eben neu verliebt und viele diffuse Ängste. Eine Andere hatte heftige Schweissausbrüche und Hitzewallungen. Weil sie das nicht wollte nahm sie Hormone.
Eine Kollegin litt unter enormen Stimmungsschwankungen und war immer wieder in Trauerphasen.

Wiederum von einigen Frauen hörte ich, dass sie endlich froh waren den monatlichen Zyklus hinter sich zu haben. Teilweise weil er mit viel Schmerz verbunden war, einige fanden ihn lästig, für nicht wenige war er mit viel Ekel verbunden.

 

Wie wird dieses Vergehen und Neuwerden für mich sein?

Durch ihren Körper sind Frauen von Natur aus schon sehr eng mit der zyklischen Wesensnatur verbunden. Man kann sagen, dass Frauen das Wissen der Skelettfrau jeden Monat mit ihrem Monatszyklus zu erkennen geben und insofern von Natur aus Instrumente der Leben/ Tod/ Leben-Natur sind.

Jede Frau mit einigermassen ausgeprägten Instinkten weiss, dass sie im Lauf jeden Monats physisch, emotional und spirituell einen Höhepunkt erklimmt und auf einen Tiefpunkt sinkt und dass dieser Zyklus nur ein sehr untergeordneter innerhalb von unendlich viel grösseren, umfassenderen Zyklen in ihrem Dasein ist.

Quellenangabe: Die Wolfsfrau Clarissa Pinkola Estés Seite 190

Eines war von allem Anfang an klar. Hormone und andere Medikamente kamen für mich nicht in Frage. Ich bin tief verbunden mit meinem Körper, nehme ihn gut wahr und wollte den Übergang bewusst erleben. Den Wechsel von der Frau zur Frau. Ich möchte mich nicht darauf reduzieren, die Zeit wo ich Kinder haben konnte und die Zeit danach. Auch ohne monatlichen Zyklus fühle ich mich attraktiv und fraulich.

Vor ungefähr 10 Jahren war dann der Tag x da. Ich spürte eine Veränderung im Zyklus. Der Fluss war stärker und intensiv. Teilweise erlebte ich ihn als nie enden wollenden Strom. Auch waren Blutklumpen dabei die teilweise heftig aus mir drängten. In all dem spürte ich etwas reinigendes und erleichterndes. Es fühlte sich so an, dass all die Themen, die sich in meinem Unterlaib angesammelt hatten gereinigt wurden.

Ein Schamane bringt diese Blutfetzen mit gespeicherter Wut in Verbindung. So betrachtet konnte sich einiges lösen. In meine Biografie passte das voll und ganz. Sicherlich hatte sich in meinem weiblichen Becken viel Wut angesammelt, tiefe, lange zurückliegende Spuren von Grenzüberschreitungen und Missbrauch.

Dieses loslösen dauerte manchmal mehre Wochen und war für mich grundsätzlich ein angenehmer Prozess. Was sich allerdings irgendwann bemerkbar machte, war eine gewisse körperliche Schwäche und eine Kraftlosigkeit. Der Blutverlust machte sich bemerkbar. Ich fühlte mich schlapp, müde und energielos.
Beunruhigt hat mich das nie. Ich empfand den Verlauf des Übergang sehr erlösend und reinigend.

 

Symptome

Als einziges verlor ich ganz viele Haare. Dies war eine gewisse Zeit ein grosser Stress, da ich bemerkte, dass ich etwa nur noch die Hälfte meiner Haare hatte. Ich liebte die rote Mähne über alles und wollte sie weiterhin geniessen. Abhilfe leistete eine Ernährungsanpassung. Ich kochte morgens Hirse und allmählich kam meine Haarpracht zurück.

Hitzewallungen

Hitzewallungen sind häufig das erste Zeichen der Wechseljahre. und können sehr unangenehm sein. Den Wallungen folgt oft ein Kältegefühl, es können auch Schwindel und Gefühlsstörungen in den Armen auftreten.

Schlafstörungen

Der Schlafrhythmus kann sich schleichend verändern. Das einschlafen und durchschlafen oder vermehrtes aufwachen kann auftreten, teilweise bedingt durch Schweißausbrüche.

Stimmungsschwankungen

Stimmungsschwankungen treten auf und können bis zu Trauerphasen führen.

Wohlgefühl

Ein Wohlfühlfaktor ist das persönliche Körpergewicht und dessen Akzeptanz. Hier kann es zu Veränderungen im Zusammenhang mit dem Älterwerden kommen.

Physiologie der Wechseljahre

Fast die Hälfte aller Frauen haben keine oder nur leichte Beschwerden und geniessen diese Zeit als Phase der Veränderungen und neuen LebensErfahrungen.

Katharina Wissmann

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